An manchen Tagen kommt das Lager kaum hinterher, an anderen wartet ein Teil der Schicht auf Arbeit. Werden Schichten ohne Blick auf erwartete Bestellungen geplant, löst die Mitarbeiterzahl allein das Problem nicht. Eine Schätzung des täglichen Arbeitsaufwands kann helfen.
Ermitteln Sie den Aufwand hinter den Bestellungen
Verknüpfen Sie Auftragsmengen mit dem Zeitbedarf der einzelnen Aufgaben. Ergänzen Sie Schichtpläne, Qualifikationen und erwartete Abwesenheiten. Trennen Sie aktive Arbeit von Pausen, Schulungen und notwendigen Wartezeiten. Auch zugesagte Versandtermine zählen: Dieselbe Auftragsmenge kann je nach Frist eine andere Besetzung erfordern.
Entwickeln Sie aus der Prognose mehrere Schichtvarianten
Rechnen Sie erwartete Bestellungen in benötigte Arbeitsstunden um und berücksichtigen Sie Prognoseabweichungen. Vergleichen Sie Besetzungsvarianten mit verfügbaren Kapazitäten und dem angestrebten Anteil pünktlich erledigter Aufträge. Vor der Veröffentlichung muss die Betriebsleitung Qualifikationen und betriebliche Ausnahmen prüfen.
Bewerten Sie Einsparungen zusammen mit der Servicequalität
Das Modell nimmt 18 % niedrigere Personalkosten an. Das ist eine Annahme zum Variantenvergleich, keine nachgewiesene Einsparung. Rechnen Sie Überstunden, Zeitarbeit und Folgen verspäteter Aufträge ein. Auch Prognosefehler können das Ergebnis erheblich verändern.
Die Verantwortung für Schichten bleibt bei Menschen
Prüfen Sie den Vorschlag an einem späteren Zeitraum und vergleichen Sie Kosten und Termintreue. Beachten Sie arbeitsrechtliche Vorgaben und vereinbarte Schichten. Halten Sie Änderungen der Betriebsleitung und deren Gründe fest. Eine Prognose unterstützt Entscheidungen; sie ist keine automatische Anweisung zur Schichtbesetzung.
Was die Modellabbildungen zeigen
Die Diagramme veranschaulichen das beschriebene Vorgehen. Die Beschriftungen in den Abbildungen sind auf Englisch.



