In einer Filiale bleiben Milchprodukte übrig, in einer anderen fehlen sie. Beide bestellen nach derselben Regel. Wie lässt sich die Nachbestellung an die örtliche Nachfrage und die verbleibende Haltbarkeit anpassen?
Klären Sie zuerst, warum Ware übrig bleibt oder fehlt
Sie benötigen je Produkt und Filiale Verkaufsdaten mit Datum und Uhrzeit, Wareneingänge, Abschreibungen und Fehlbestände. Ergänzen Sie Verpackungsgrößen, Haltbarkeit und tatsächliche Lieferzeiten. Ein Tag ohne Verkauf kann bedeuten, dass das Regal leer war — nicht, dass keine Nachfrage bestand.
Bestellen Sie, was sich rechtzeitig verkaufen lässt
Schätzen Sie den Bedarf je Filiale und berücksichtigen Sie die Transportzeit. Begrenzen Sie Bestellungen auf Mengen, die sich innerhalb der verbleibenden Haltbarkeit verkaufen lassen. Vergleichen Sie die Vorschläge zunächst mit den bisherigen Mindest- und Höchstbeständen, bevor daraus Bestellvorschläge in Odoo entstehen.
So lesen Sie den Modellvergleich
Sinkt der Anteil verdorbener Ware von 21 % auf 12 %, entspricht das neun Prozentpunkten oder rund 43 % des Ausgangswerts. Diese Zahlen sind Modellannahmen. Prüfen Sie zugleich Warenverfügbarkeit, Preisnachlässe und Sortimentsänderungen: Geringere Abschreibungen reichen nicht aus, wenn mehr Kunden mit leeren Händen gehen.
Prüfen Sie die Regeln zunächst im Betrieb
Vergleichen Sie ähnliche Zeiträume und berechnen Sie Abschreibungen einheitlich. Messen Sie neben Verderb auch Fehlbestände und die Erfüllung der Nachfrage. Lassen Sie Vorschläge anfangs von einer verantwortlichen Person prüfen und dokumentieren Sie deren Änderungen. So können Sie entscheiden, welche Schritte sich zuverlässig automatisieren lassen.
Was die Modellabbildungen zeigen
Die Diagramme veranschaulichen das beschriebene Vorgehen. Die Beschriftungen in den Abbildungen sind auf Englisch.



